Jugendmedienevent 2009: Alle wege führen nach Mainz

Artikel - Unterwegs

4 Tage volles Programm, harte Isomatten und sehr viel Spaß

 

Es ist der 8.10.2009, 13.36Uhr. Ich stehe vor dem Kölner Hbf auf dem Breslauer Platz. Ca 60 weiter Jugendliche bepackt mit Reisetaschen Isomatten und Schlafsäcken stehen vor mir. Wir alle warten auf einen Reisebus, der längst vor uns steht und ebenso auf uns wartet.

Ein Missverständnis, das sie vor Neugier angespannte Stimmung zumindest für einen kleinen Augenblick lockert. Die Spannung scheint jedoch schlagartig zurückzukehren, sobald alle im Reisebus sitzen und ungeduldig auf die Abfahrt zum Mainzer Lerchenberg warten. Dieser wird für die kommenden vier Tage unsere zweite Heimat darstellen. Bis dahin liegt eine zweieinhalbstündige Autobahnfahrt vor uns. Endlich angekommen schnappen wir uns unser Gepäck und laufen, von 50 Teamern geleitet, zum Check-In-Counter. Dort erhält jeder Teilnehmer ein Namensschild mit Schlüsselband, eine Infomappe der JungenPresse NRW e.V. und eine vom ZDF gesponserte Umhängetasche mitsamt viel Infomaterial für den angehenden Journalisten. Aber auch gegen den kleinen Hunger wird etwas unternommen. So findet jeder, der insgesamt 504 Teilnehmer eine Tafel Schokolade und ein Fruchtsaftgetränk in der Tasche. Durch all dies ist unser Gepäck angewachsen, sodass wir es erstmal in die Turnhallen bringen. Diese stellen unsere Schlafstellen für die kommenden drei Nächte dar. Nachdem wir Isomatten und Schlafsäcke aufgebaut haben, geht es zur Medienmesse in die Meistermannhalle des ZDF-Sendezentrums.

Um 18.00Uhr beginnt dann die vom Vorsitzenden der JungenPresse Felix Winnands, moderierte Auftaktsdiskussion mit dem Thema "Welche Medien brauchen wir eigentlich?". Hierzu wurden einige prominente Gesichter eingeladen. So geschah es, dass sich der ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter, der Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein Main Hans Georg Schnücker,der Hörfunkmoderator und Blogger Daniel Fiene, der Chef der rheinlandpfälzischen Staatskanzlei Martin Stadelmeier sowie der Hörfunkmoderator und Satiriker Jan Böhmermann(bekannt durch Lukas Tagebuch,1Live) auf dem Podium einfanden. Die durchaus interessante Diskussion endete um 20.00Uhr. Darauffolgend stürmten 500 Jugendliche das Buffet, welches z.B. Brötchen, Frikadellen und Nudelsalat beinhaltete.

Nach dem Abendessen ging es weiter mit dem Abendprogramm. Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass ich nur in der letzten Reihe sitzen konnte. Nicht weil das Programm vom Improvisationstheater "Die Stereotypen" oder die Kurzfilmvorführung der Fachhochschule mainz langweilig waren. Denn das waren sie nicht. Aber ich hätte eineige nette Personen nicht kennengelernt.

Die Busreise steckte noch in den Knochen, sodass man sich am späten Abend einigermaßen müde zur zur Schlafstelle bewegte. Die Hiobsbotschaft sollte erst noch folgen. Dort hieß es: Morgen früh um 6.00Uhr aufstehen. Das nachdem man erst um 1.00Uhr ins bett gegangen war. Der nächste Morgen war, ob der Vorfreude auf die anstehenden Redaktionsbesuche, nicht so schlimm wie erwartet. Auch der folgende Abend hielt was sein Name("Kulturnacht") versprach. Neben leckeren Subway-Sandwiches gab es vier Poetry-Slammer, die Band "Fuse-Box" und den Singer/ Songwriter Jasper März zu bestaunen.

Die Highlights des Jugendmedienevents gab es am Samstag. Der Workshop "Eventmanagment" übertraf meine Erwartungen und das gelernte durfte auf der abendlichen "Young Publishers Night", in Form eines Infostandes für die Firma "Aupeo", gezeigt werden. Zwei DJs, die Feuerkünstler "Fire-Sail", die Breakdancecrew "Manace" mit ihrem Programm "Dangerous Minds" sowie die Berliner Rockband "Kensington Road" gaben ihr Bestes um uns zu begeistern. Dabei hatten sie durchaus auch Erfolg.

Mit dem nächsten Morgen rückte die Abreise näher. Nur durch den drohenden abschied wurde die gute Stimmung der letzten Tage überschattet. Bis es soweit war reisten wir aber nochmals zur FH Mainz um die letzten Seminare zu besuchen. Anschließend ging es zurück zum ZDF-Sendezentrum, wo man im Abschlussplenum das gesamte Jugendmedienevent Revue passieren ließ.

Hierbei überwogen die positiven Stimmen, so auch bei Resi A.(17) aus Bayern:"Alle Menschen hier sind sehr nett und offen. Das ist nicht selbstverständlich wenn 500 Jugendliche aus ganz Deutschland aufeinander treffen."

Das alles so friedlich und glatt ablief liegt vor allem an der guten Planung. 417 Tage lang wurde das diesjährige Jugendmedienevent von der Jungen Presse geplant, von gut 50 Teamern umgesetzt und von 12 Presseteamern für die Ewigkeit festgehalten.

Zum Abschied flossen zwar keine Tränen aber die Unbekümmertheit der vergangenen Tage schien verflogen. Daran änderte auch der Gedanke, nicht mehr auf harten Isomatten schlafen zu müssen, sondern im weichen Bett,wenn überhaupt nur sehr wenig. mit dem Versprechen den Kontakt halten zu wollen kehrte man einander den Rücken zu und fuhr auf verschiedenen Wegen Richtung zu Hause.

Schon jetzt laufen die Planungen für das Jugendmedienevent 2010. Informiere dich schon jetzt:

www.junge-presse.de


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